Am 01. November 2019 stand für mich die nächste Reise bevor. Dieses Mal ging es aber nicht nach Canada, wie man es hier auf dem Blog sonst kennt. Dieses Mal führte es mich in eine Destination auf einem anderen Kontinent, den ich bisher noch nie besucht hatte – nämlich nach Afrika, bzw. eher gesagt nach Marokko! 🇲🇦

 

Meine Kollegin Muriel und ich haben uns gedacht, wir haben noch Urlaubstage übrig und „müssen“ unseren Reisegutschein einlösen, also lass doch mal irgendwo zusammen hinfliegen. Da wir die 10 Tage voll ausschöpfen wollten, haben wir uns gegen eine Fernreise entschieden und für eine Destination, die innerhalb von 4 Stunden zu erreichen ist, entschieden. So haben wir unseren Marokko Kollegen Randinformationen (wie Reisezeitraum, tatsächlich war das auch nicht mehr)  gegeben und ihnen – in dem Fall Miriam – gesagt, “ mach mal was schönes“ 😂 Wir haben uns mal so als tollen Kunden ausgegeben, so wie wir ihn lieben, nicht! 😂

Aber da Muriel und ich nicht so wählerisch sind, haben wir uns recht schnell für die Rundreise entschieden, die Miriam uns zusammengestellt hatte. Ein guter Mix aus viel sehen, nicht all zu viel fahren, Meer & Stadt. 

 

So am Freitag, den 01. November 2019 machten Muriel und ich uns auf den Weg nach Köln zum Flughafen. Gegen, ich glaube, 12 Uhr nahmen wir den Zug in Nieukerk. Um 15:30 saßen wir im Flieger und dann hieß es: let’s start our vacay! 🛫

 

Um circa 20:00 Uhr sind wir dann auch schon in Marokko – Marrakesh – gelandet. Am Flughafen eingetroffen, haben wir erst einmal unser Backpacks abgeholt und uns zu einer Bank bewegt. Denn wie es in unseren Reiseunterlagen stand, ist es am besten vor Ort, Euro gegen Dirham, umzutauschen. Wir haben zusammen circa 2000 Dirham abgehoben. Wir konnten absolut nicht einschätzen wie viel wir benötigen, da wir beide noch nie in Marokko waren. Aus Kanada kenne ich es, dass man quasi fast alles mit Karte bezahlen kann, in Marokko schien es allerdings anders zu sein. 

 

Vor dem Flughafengebäude wartete ein netter marokkanischer Herr auf uns, der uns bis zu unserem Hotel brachte. Er stand mit einem Schild mit unseren Namen versehen in dem Wartebereich. Tatsächlich hat noch nie jemand am Flughafen mit einem Namensschild auf mich gewartet 😂 Ich finde man fühlt sich da als wäre man ein VIP 😂👑

 

Anyways. Es war bereits schon dunkel in Marrakesh, daher konnte man noch nicht viel von der Landschaft erkennen. In der Medina, quasi der Innenstadt, in der sich unsere Unterkunft befand, war rappelvoll. Hier war vielleicht was los. Neben den kleinen geöffneten Büdchen, die in die enge Straße ragten, waren hier auch viele Fußgänger, Autos, Roller unterwegs. Für uns sah es nach einem absoluten Chaos aus, aber anscheinend ist das hier normal. Die Roller als auch die Autos rasten in einer Geschwindigkeit durch die Gassen, bei der man echt Angst hatte, gleich jemanden auf der Motorhaube hängen zu haben. Aber alles ist gut verlaufen. 

 

Vor einer kleinen Gasse, hielt unser Transfer an: Endstation! Hier stiegen wir aus und wurden freundlicherweise von dem Personal des Hotels abgeholt, der mit uns zusammen zur Unterkunft lief.  Die Gasse war jetzt auch nicht ganz so einladend, sondern eher etwas unheimlich 😂Uns erwartete eine super süße, schön marokkanisch eingerichtete Unterkunft. Zu unserer Überraschung, war es auch sehr ruhig, was wir nicht gedacht hatten. Denn auf der Straße von der wir kamen und auch ausgestiegen sind, war es schon sehr laut und trubelig. 

 

Der Mann des Hotels sprach übrigens nur französisch. Weder Muriel noch ich sprechen ein Wort französisch, was das Verständigen sehr interessant machte, denn er sprach kein Wort Englisch 😂Irgendwie haben wir es aber hinbekommen, dass wir direkt unser Zimmer beziehen konnten.

Muriel und ich hatten eigentlich noch Hunger, aber ehrlicherweise haben wir uns nicht nochmal nach draußen getraut. Irgendwie war die Fahrt vom Flughafen zum Hotel etwas gruselig. Dann noch der französisch sprechende Mann und die Dunkelheit und der Trubel auf der Straße, führte zu der Entscheidung, einfach ein/zwei Cookies zu essen und schlafen zu gehen. Ich kann das gar nicht beschreiben, irgendwie war uns nicht wohl bei der Sache, nochmal vor die Tür zu gehen. Da wir beide sowieso ziemlich verschnupft waren, tat das frühe schlafen gehen auch gut 😂

amstag, 02.11.2019

 

Neuer Tag, neuer Start. Unser erster richtiger Tag startete im Vergleich zum vorabend super! Die Bedenken verschwanden sofort, nachdem wir unser Zimmer verlassen hatten. Denn auf der Patio (der Terasse auf dem Dach der Unterkunft) erwartete uns ein sehr leckeres Frühstück bei Sonnenaufgang. Die Inhaberin der Unterkunft begrüßte uns sehr herzlich – zu unserer Überraschung tatsächlich auf deutsch – und brachte uns auch noch den typischen marokkanischen Tee. 

 

Kurzer Nebeninfo: In Marokko ist es üblich, dass man überall einen Pfefferminztee angeboten bekommt. Der wird immer frisch zubereitet und einem eingeschenkt. Blöd war nur, das weder Muriel noch ich gerne Pfefferminztee trinken. Aber ablehnen geht auch nicht, also mussten wir dadurch 😂🤢

 

Nach unserem ausgiebigen Frühstück, welches aus Brötchen, Croissant, Joghurt, Kuchen, Tee, Marmelade usw. bestand, wurden wir auch von dem Mann der Inhaberin begrüßt.  Er war Österreicher und daher war das verständigen auch super easy. Er gab uns eine Karte der Stadt und erklärte uns, wie wir zu unserem heutigen Programmpunkt – dem marokkanische Kochkurs – gelangen.

Einmal kurz umgezogen, frisch gemacht und los ging es in die City. Überraschenderweise war die Stadt noch sehr ruhig. Wohl bemerkt hatten wir schon neun Uhr, aber die Marokkaner starten wohl erst später in den Tag, zumindest was die Öffnungszeiten der Geschäfte anging. Für uns aber sehr angenehm, sodass wir entspannt zum Kochkurs laufen konnten. Tatsächlich haben wir beide, die Unterkunft direkt gefunden. Eine schöne Unterkunft auch zum übernachten, fanden wir. Sehr cozy eingerichtet, ähnlich wie unsere Unterkunft, sehr zentral, quasi mitten in der Medina. Unsere Unterkunft lag eher südlich der Medina.

Als wir angekommen sind, mussten wir noch kurz etwas warten, bis es richtig los ging. Zunächst wurden wir auf die Terrasse der Unterkunft gebracht und konnten uns ein Gericht aussuchen, welches wir kochen wollten. Wir entschieden uns für eine Tagine mit Fleisch und gefüllte Teigecken, die frittiert wurden. Bevor wir allerdings starten konnte, mussten wir alle Zutaten auf dem nahgelegenen Markt einkaufen. Mohammed begleitete uns, damit das verständigen auf dem Markt besser klappte. Außerdem wusste er wie viel wir von welcher Zutat brauchten und wo wir am besten einkaufen. Hier war schon mehr los, denn es waren viele auf dem Markt einkaufen.Gewürze, Obst, Gemüse und auch Fleisch, alles was das Herz begehrt konnte man auf dem Markt erwerben. Super interessant wie ich fand.

Zurück im der Unterkunft angekommen, wartete Crazy Fatima bereits auf uns. Fatima hat mit uns zusammen gekocht und Mohammed hat uns übersetzt warum wir was machen und was wann gemacht werden muss. Es hat super viel Spaß gemacht, denn wir wurden wirklich die ganze Zeit mit einbezogen. Jeder durfte was schnibbeln, in der Pfanne verrühren usw. Neben der Tagine und den frittierten Teigecken, haben wir noch Brot gebacken. Den Teig haben wir zusammen vorbereitet und in der, ein paar Meter entfernten Bäckerei, backen lassen. Naja Bäckerei mal in Anführungsstrichen, denn so sieht eine Bäckerei bei uns nicht aus. Es war im Prinzip ein kleines Gebäude, in der sich ein Ofen befand und man konnte seine Ware dort abliefern. Es war quasi ein öffentlicher Ofen, der von einem Arbeiter gefüllt und wieder geleert wurde. Ungewöhnlich aber irgendwie cool!

Nachdem wir alles zubereitet hatten, hieß es nun: Essen ist fertig! Fatima und Mohammed richteten das Essen für uns an, während wir es uns draußen an einem Tisch in der Sonne gemütlich gemacht hatten. Ich kann sagen, unser gekochtes war sehr lecker, vor allem die Teigtaschen waren super! 😍

Ich glaube so gegen 15 Uhr haben wir uns von Crazy Fatima verabschiedet und sind noch etwas durch Marrakesh getigert. Wir sind einmal über einen großen Marktplatz gelaufen zu einem Souk – ein Markt bei dem man unheimlich viele Klamotten oder auch Geschirr kaufen kann. Hier muss man aber verhandeln, das ist hier so. Wir beide sind allerdings nur einmal dadurch gelaufen, um uns das anzuschauen, kaufen wollten wir hier nichts. Es ist aber auch so, dass man beim durchlaufen angesprochen wird und in den Laden gebeten wird. Für unseren Geschmack eher nervig, daher würden wir hier jetzt  nicht einkaufen wollen. Da Muriel so wie ich auch blond ist, sind wir neben den Marokkanern natürlich aufgefallen und hatten schnell Aufmerksamkeit erregt. Auf dem großen Markt, gab es Stände, die frischen Orangensaft gepresst und verkauft haben. Die Verkäufer versuchten wirklich alles, um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen, allerdings ohne Erfolg. Sie riefen nach uns und das in einer Lautstärke, wirklich über den ganzen Platz 😂Wir wussten natürlich, dass der Typ uns meinte, aber wir hatten keine Lust darauf zu reagieren. Der Verkäufer versuchte es ein letztes Mal und rief: EEEEEYYY SKINNNY! 😂 – auch hier blieben wir hart und drehten uns nicht um 😂 Wir beide mussten sowas von lachen, weil jedem auf dem Marktplatz klar war, dass er uns meinte 😂 Nunja, wir haben dann mal einen Gang zugelegt und sind in der Nebenstraße verschwunden. 😅

Per Zufall kamen wir bei dem Palais de la Bahia vorbei, bei dem wir anhielten. Dieser sah sehr einladend aus und wir kauften uns kurzerhand ein Ticket. Circa 70 Dirham = 7 Euro haben wir bezahlt. Ein recht schöner Palast, der mit Marmorsteinen gepflastert war. Hier sind wir einmal durchgelaufen und haben dort etwas Zeit verbracht.

Das waren tatsächlich auch unsere Programmpunkte für heute. Aufgrund unserer Erkältungen waren wir echt platt, obwohl unser Tag hauptsächlich aus Essen bestand 😂 Auf dem Rückweg von Palais de la Bahia wurden wir von einem Kellner, der vor dem Restaurant stand, angesprochen. Er fragte uns woher wir kommen, wie lange wir schon hier sind usw. Ich bin mir nicht mehr sicher, wie wir darauf kamen, aber er erklärte uns, dass es immer nur Samstags es einen speziellen Gewürzmarkt gibt. Er wollte uns diesen zeigen. Wir waren uns allerdings nicht sicher, ob er dafür, dass er uns diesen zeigte, Geld haben möchte. Trotzdem sind wir ihm gefolgt. Wir liefen durch sämtliche Gassen und ich glaube, wenn man diesen Weg nicht kennt, würde man diesen Markt nicht finden. Er führte uns zu einem Laden in einer Gasse, in der er uns die verschiedenen Teesorten zeigte und auch so eine Art Ton, den man als Lippenstift nutzen konnte. Der Inhaber des Ladens und der Kellner war sehr nett. Zu unser Überraschung wollten die beiden auch kein Geld dafür haben.

 

Kleine Nebeninfo: In Marokko ist es üblich, dass wenn man eine Leistung entgegennimmt, das man diese dann auch bezahlt. Sei es, dass dir die Koffer getragen werden, du mitgenommen wirst und so weiter. Wirklich für jede Kleinigkeit. Oftmals ist es so, das wenn die Marokkaner dir nur etwas zeigen möchten, machen die das nicht ohne Grund. Einerseits in Ordnung aber andererseits, hat man oft dann den Eindruck und ist unsicher, was die Marokkaner von einem möchten. Wie bei den beiden, auf dem Markt. Die beiden wollten einfach nur nett sein und verlangten kein Geld. Aber etwas unwohl war uns dabei schon. Das finde ich tatsächlich sehr schade, dass man direkt etwas „böses“ denkt…

 

Nach unseren spontanen Exkurs liefen wir wieder zurück zur Unterkunft und haben es uns auf der Terrasse unserer Unterkunft in der Sonne gutgehen lassen. Abendessen fiel tatsächlich flach, da wir beide noch sowas von gesättigt von unserem Kochkurs waren und sogar noch etwas mitgenommen haben, was übrig geblieben ist.

Sonntag, 03.11.2019

 

Heute hieß es für uns Abschied von Marrakesh zu nehmen, zumindest für’s erste. Unser Tagesziel war für heute Aid Ben Haddou, wo wir eine Nacht verbringen sollten. Nach unseren Frühstück, kam ein Vertreter der Mietwagen Firma,  der uns unseren Mietwagen übergeben sollte. In unseren Unterlagen stand, dass ein englisch sprechender Vertreter kommen sollte. Richtig, eigentlich. Die Realität sah anders aus. 😂Der Mann sprach nämlich absolut kein Englisch sondern nur französisch. Mit Händen und Füßen und fünfmaligen wiederholen mancher Worte haben wir uns verständigen können 🤦🏼‍♀️ Echt krass wie man sich verstehen kann ohne die Sprache seines Gegenüber sprechen zu können. Um ehrlich zu sein, will ich gar nicht wissen was er uns alles erzählt hat. Wir hofften nur das alles glatt läuft. 

 

Fun Fact: Am Abend zuvor hatten wir uns die Unterlagen für den nächsten Tag angeschaut, damit wir wussten wann wir wo ,wie spät sein mussten und dabei ist uns aufgefallen, dass wir eigentlich unsere Führerscheine hätten kopieren sollen, da die vom Mietwagen Vertreter eingesammelt werden. Muriel hatte etwas Panik, denn das hatten wir natürlich nicht gemacht. Wir waren natürlich absolut gut auf die Reise vorbereitet, NICHT!😂Alle Unterlagen haben wir uns erst vor Ort, einen Abend vorher durchgelesen – schlauerweise 😂🤦🏼‍♀️ Aber letztendlich war die Sorge umsonst, denn der Typ wollte die gar nicht haben – lucky us! 

 

Nachdem wir alle Sachen eingepackt hatten, liefen wir zu unseren Mietwagen, einmal einen Allround Check durchgeführt und unserer Fahrt stand nichts mehr im Wege. Ich fuhr zu erst und später wechselten wir uns ab. Die erste Mission war das tanken. Wir wussten aus unseren Unterlagen, dass das tanken hier etwas anders läuft als in Deutschland. 1. Sollten wir nur an bestimmten Tankstellen tanken, da die Marokkaner bei bestimmten Tankstellen, wohl den Benzin verpanschen und 2. lässt man hier tanken.  Aus dem „Wir fuhren zur Tankstelle“ wurde erst einmal ein „oh ich glaube wir sind schon dran vorbei gefahren 😂Natürlich sind wir – dank unseres tollen Navigationsgerätes – aka Muriel – erst einmal an der Ausfahrt, die zur Tankstelle führte, vorbei gefahren und durften wieder umkehren. Als wir dann endlich ankamen, drückten wir dem Tankmenschen Geld in die Hand – so viel, für wie viel wir eben tanken wollten + Trinkgeld – und er tankte für uns den Wagen. Wir mussten nichts tun außer warten.

Die die mich gut kennen, wissen, dass ich in den ungünstigsten Situationen zur Toilette muss. Daher musste ich natürlich auch jetzt! 🤦🏼‍♀️Während Muriel im Auto wartete, schluffte ich zu der Toilette, die sich im Nebengebäude befand. Ich musste erst einmal super lachen, als ich die Tür zur Toilette öffnete, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Es begrüßte mich eine andere Art von Toilette 😂-nämlich ein wunderschönes Plumsklo. Ich fand lediglich eine kleine Wanne mit einem Loch vor, worauf ich pinkeln sollte 😂 Scheinbar gab es hier keine Frauen Toiletten 😂 Naja spannende Aktion.  Natürlich wurde mein Toilettengang noch schön abgerundet, denn der Wasserhahn vom Waschbecken funktionierte nicht, sodass ich mir noch nicht einmal die Hände waschen konnte. In solchen Momenten hat man natürlich erst recht nicht das Bedürfnis seine Hände zu waschen 😅 Ja klasse, dachte ich! Aber ich war bestens vorbereitet und hatte Desinfektionsmittel dabei – wenigstens etwas 😅

Auf unserer Fahrt nach Aid Ben Haddou sind wir durch kleine Berberdörfern gefahren bis hin zum höchsten Punkt des Bergpasses von Marokko – zum Col Tizi-n-Tichaka, 2260 m hoch. Hier haben wir auch kurz angehalten und ein paar Fotos gemacht.

Nach einer circa 3,5- stündigen Autofahrt erreichten wir Aid Ben Haddou. Hier parkten wir erst einmal am Straßenrand, um zu unserer Unterkunft zu laufen. Diese war etwas versteckt am Ende einer Seitenstraße. Da wir nicht sicher waren, ob wir da parken konnte, liefen wir erst einmal zu Fuß dahin. Gefasst auf unsere nächste französische Konversation, wurden wir von einer netten, englisch sprechenden Dame, empfangen. Sie zeigte uns unser richtig süßes Zimmer und teilte uns auch mit, dass wir auf dem Hof parken konnten. Nach dem kurzen Check in, holten wir unser Auto und fuhren auf dem Hof. In unserem Zimmer richteten wir uns kurz ein und verschnauften ein bisschen in der Common Area, denn nur hier gab es Wifi. 

Für den restlichen Tag haben wir uns vorgenommen, das bekannte Kasbah zu besichtigen. Das Kasbah lag direkt hinter der Unterkunft und nur wenige Gehminuten entfernt. Um das Kasbah besichtigen zu können, mussten wir einen Eintritt von 10 Dirham bezahlen, was umgerechnet 1 Euro entspricht.  Auf dem Weg dorthin begleitete uns ein kleiner Junge, der uns einige Dinge bis zum Weg nach oben erklärte. 

Hier wurden wohl verschiedene Filme gedreht, Teile wohl aus “ The Game of Thrones“ usw. Der Junge lief vielleicht in einem Affenzahn bis nach ganz oben, so schnell wären wir alleine sicher nicht gelaufen. Muriel und ich haben zwar einen schnellen Gang, aber so schnell dann doch nicht. Gefühlte 5 Sauerstoffzelte benötigten wir, als wir oben ankamen 😂

Wir hatten eigentlich gedacht, wir füllen damit gut noch den Nachmittag, allerdings waren wir nach einer gefühlten halben Stunde mit der Besichtigung durch 😂 Nun dachten wir, was machen wir mit dem restlichen Tag? Lösung: Wir chillten uns an den Pool an unserer Unterkunft in die Sonne. Das tat auch mal gut!

Da wir in unserem Urlaub, bisher immer früh ins Bett gegangen sind, haben wir immer gegen 5/ 6 Uhr zu Abend gegessen. Eigentlich sehr komisch, denn zu Hause isst man auch nicht so früh, aber gut. Somit waren auch entweder die Restaurants noch nicht geöffnet oder absolut leer, weil kein Mensch – außer wir – so früh essen gegangen sind 🤦🏼‍♀️ In unseren Unterlagen, gab es eine Empfehlung für das Abendessen. Hier stand drin, dass wir am besten einen Tisch reservieren sollten beim Check in. Das haben wir gemacht und wir mussten nur zwei Häuser weiter zum Restaurant gehen. Als wir dort ankamen, mussten wir erstmal lachen, denn den Tisch hätten wir absolut nicht reservieren müssen. Hier war keine Menschenseele 😂Im Normalfall sitzt man hier auf der Terrasse mit dem Blick auf das Kasbah, aber aufgrund des Windes konnte wir dort oben nicht essen.  Grundsätzlich kein Problem, denn lange wollten wir sowieso nicht bleiben, das Bett rief ja schon nach uns 😂 Unsere zu-Bett-Geh Zeit war gegen 20:30/21:00 Uhr – like old people 😂 Das einzig blöde war, dass in diesem Raum ziemlich viele Fliegen um uns herumflogen. Etwas nervig, um ehrlich zu sein. 🐝

Wir bestellten uns noch einmal Tagine, dieses mal eine vegetarische. Da wir vom letzten Mal wussten, dass die Tagine recht groß ist, haben wir uns eine geteilt. Wie sich herausstellte war das auch eine gute Idee, denn wir schafften noch nicht einmal die Tagine zusammen. Eigentlich war es gar nicht so eine große Portion, aber ich glaube da wir ja beide immer noch erkältet waren, hatten wir noch nicht so einen großen Appetit. Heute haben wir uns aber noch einen Nachtisch gegönnt und zwar – ich weiß gar nicht mehr wie es hieß – Orangen mit Zimt bestreut. Das war sehr lecker und erfrischend. 🍊

Quasi  nach unserem Abendessen verschlug es uns auch – wie bereits angekündigt – direkt ins Bett. Wir haben uns dann noch eine Folge Greys Anatomy angeschaut und dann geschlafen.

Montag, 04.11.2019

Unseren Tag starteten wir mit einem super leckerem Frühstück mit Blick auf das Kasbah und das sogar bei Sonnenaufgang. Das sah schon echt nicht schlecht aus! Unser Frühstück bestand aus eine Art Fladenbrot, einem Blätterteig, ein weiches Brötchen, Joghurt, Tee, Kaffee, frisch gepressten Orangensaft und unser Highlight aus zwei gekochten Eiern. Das fanden wir richtig cool! 🥚🥚Ganz gemütlich haben wir gefrühstückt und die Aussicht genossen. Sogar konnten wir ein Filmteam beobachten, dass vor dem Kasbah eine Szene gedreht hat. Unser heutiges Tagesziel lag circa drei Stunden Autofahrt entfernt, nämlich Zagora bzw. die Wüste.

Auf dem Weg nach Zagora fuhren wir durch viele kleine Orte, in denen echt viele Leute schon in den frühen Morgenstunden unterwegs waren. Uns beiden ist immer wieder aufgefallen, wie anders die Städte im Vergleich zu unseren aussehen. Oft sieht man Häuser, die aussehen, als wollte man sie nicht fertigstellen. Die erste Etage war fertig, aber die zweite fehlte noch. Manchmal sah es richtig heruntergekommen aus und darin wohnten Leute. Wir dachten ganz oft, ein Deutscher würde da sicher nicht einziehen oder so wohnen wollen. Hier schien es aber völlig normal und auch keinen zu interessieren. Was wir auch festgestellt haben war, dass das Haustier in Marokko nicht wie bei uns üblich ein Hund oder eine Katze ist, sondern ein Esel. .

Ein Esel scheint hier echt das Nonplusultra zu sein. Ich meine, praktisch ist es schon. Die Esel helfen einem Heu oder andere Dinge von A nach B zu transportieren oder einen selbst. Oft sah man Leute auf den Esel in die nächste Stadt reiten. Da ist man dann doch eine lange Zeit unterwegs

Ich habe mich auch gefragt, warum die Menschen hier keine Pferde nutzen, aber ich glaube, Esel sind günstiger zu erwerben und benötigen nicht so viel Futter wie ein Pferd. Eine Katze als Haustier benötigt man hier übrigens nicht. Egal in welchem Ort wir in Marokko waren, überall gab es Katzen wie Sand am Meer. Unglaublich wie viele Katzen es dort gibt. Trauriger Weise erkennt man aber auch, dass die meisten Katzen krank bzw. unterfüttert sind.. 🐱

In Zagora angekommen, mussten wir zu einer bestimmten Adresse fahren, um uns für die Wüstentour anzumelden. Hier erhielten wir weitere Informationen, wo der eigentliche Treffpunkt ist. Für unsere Wüstentour benötigten wir nicht alles von unserem Gepäck, bzw. durften wir noch Handgepäck mitnehmen. Den Rest unserer Sachen, durften wir an dem Hotel lassen. Eine weitere 1,5- stündige Autofahrt bestand uns bevor. Das Endziel war Oulad Driss. Hier gab es einen Parkplatz an dem wir unser Auto für die Nacht abstellen konnten. Dieser Parkplatz wurde auch überwacht. Dann hieß es „aufsatteln“ – aber kein Pferd sondern ein Dromedar 🐪 Unser Programmpunkt war mal was ganz anderes. Der Plan war, mit dem Dromedar in die Wüste zu reiten, dort für eine Nacht übernachten und am nächsten Tag wieder zurück! Ein absolutes Highlight unserer Reise – zumindest so geplant. Aber ich kann euch sagen, das war es absolut!! 😍

Eineinhalb Stunden dauerte es bis wir unser Camp mitten in der Wüste erreichten. Da das Dromedar reiten ja nicht schon genug Aufregung war, wartete auf uns im Camp ein kleiner Zeltkreis. Wir waren insgesamt 5 Besucher und eben das „Wüstenpersonal“. Dort angekommen wurden wir erst einmal auf einen Minztee eingeladen, was auch sonst 😂🤢Danach haben wir unsere Zelte bezogen, welche im Prinzip nur mit vier Betten und einem Lichtschalter ausgestattet waren und dann ging es für uns ab auf die Düne. 

 

Kleiner Fun Fact: Als Muriel und ich unser Schlafgemach bezogen, habe ich in einem Korb einen dicken, wirklich dick und fetten, schwarzen Käfer entdeckt, der in dem Korb auf und ablief. Ich glaube es war ein riesiger Mistkäfer 🥺 ihhh… ich lief mit Korb schnell aus dem Zelt und versuchte den Käfer loszuwerden. Natürlich habe ich das auf eine sehr charmante Art und Weise versucht, denn ich lies einfach nur den Korb fallen 😂 Der Käfer war dann zwar aus dem Korb verschwunden, dachte sich aber, die Mädels lasse ich so einfach nicht in Ruhe und krabbelte wieder Richtung Zelt, entschied sich aber kurz vor der Eingangstür rechts in den Sand abzubiegen. Ich kann euch sagen, ich hatte kurz Schweißperlen auf der Stirn, denn ich wollte um Himmels Willen nicht, dass der Käfer wieder zurück ins Zelt wandert!!!!😱 Muriel und ich entschieden dann unsere Betten, wie eine Ehebett, zusammen zu schieben, damit wir beide nicht am Rand schlafen mussten – und ja wir sind Schissbuchsen! 🤪

Das Abendprogramm bestand darin, dass für uns Abendessen zubereitet wurde – what a surprise we got Tagine! 😂- und wir den Sonnenuntergang genießen konnten. Wir sind die Düne hochgeflitzt und haben es uns im Sand gemütlich gemacht. Das war wirklich toll!

Den schönen Abend haben wir abgeschossen mit einem Lagerfeuer und einer musikalischen Untermalung des „Wüstenpersonals“ 😊Gegen 21 oder 22 Uhr haben wir uns dann Bettfertig gemacht und haben versucht zu schlafen. Beide haben allerdings nicht ganz so gut geschlafen. Somehow habe ich immer wieder an den komischen Mistkäfer denken müssen 😂🤦🏼‍♀️ 

Wir haben uns ganz früh morgens einen Wecker gestellt, damit wir neben dem Sonnenuntergang uns auch den Sonnenaufgang anschauen konnten. Das hat auch sehr gut geklappt! 😍

Während wir uns den Sonnenaufgang angeschaut haben, wurde für uns bereits das Frühstück angerichtet. Dies war genauso lecker wie an den anderen Tagen. Kurze Zeit später hieß es wieder „aufsatteln“! Um ehrlich zu sein, fand ich das gar nicht so lustig, denn durch den Hinweg, tat mir alles weh, die Beine, der Po – ach herje! 😂 Aber gut da musste ich wohl durch 🙈 Wieder 1 1/2 Stunden zurück zum Auto. Bis auf den ständigen Schmerz war es eine schöne Reise wieder zurück!

 

Fun Fact: Unsere Dromedare waren übrigens aneinander gekettet. Muriel war vor mir und einer der Jungs hat das Dromedar angeführt. Übrigens sind die Jungs die ganze Strecke zu fuß gelaufen und das auch noch Barfuß! 😳 Irgendwann hatte mein Dromedar wohl Hunger und blieb an einem der Büsche hängen und plötzlich stand ich da mit dem Dromedar an dem Busch allein 😂 Das Seil zum anderen Dromedar hatte sich wohl gelöst und der Typ hatte das einfach gar nicht gemerkt. Ich habe dann nur gerufen “ Excuse me 🙋🏼‍♀️👋🏻“ und er drehte sich um und rief „okay bye then, see you tomorrow 👋🏻😂“ Das war natürlich nur Spaß und er sammelte mich wieder ein 😂 War auf jeden Fall super witzig.

 

Ein paar Eindrücke übrigens noch von unserer Wüsten Foto-Session:

Als wir am Auto angekommen sind, haben wir uns von allen und auch von unseren Freunden, den Dromedaren 🐫🐫,verabschiedet. Ab ins Auto und zurück nach Zagora. 🚗💨

Hier wartete wieder eine wunderschöne Unterkunft auf uns, die absolut zum relaxen einlud. Schnell eingecheckt und ab auf die Liege an den Pool. 🌴

 

Zur Mittagszeit haben wir uns noch schnell etwas zu essen besorgt und zurück ging es auf die Liege. 😂

Duch eine Empfehlung in unseren Reiseunterlagen, haben wir uns für das Abendessen in die City von Zagora begeben, um dort zu schnabbulieren. Heutiges Dinner war eine Pizza, die wir uns geteilt haben. Das wir uns die Pizza geteilt haben, lag allerdings daran, dass uns das Personal nicht richtig verstanden hatte. Das war aber kein Problem, denn wir haben uns in unserem Hotel dann noch einen Nachtisch gegönnt. 😏Das Personal in unseren Hotel konnte allerdings nicht so richtig Englisch, sodass das verständigen auch hier etwas kompliziert war. Noch nicht mal das Zeigen auf der Karte hat funktioniert 😂🤦🏼‍♀️ Letztendlich haben wir was bekommen, was wir gar nicht haben wollten. Haben es zurückgeben lassen und dann trotzdem essen können for free! 😂 Nach unsere Abendessen sind wir zurück auf’s Zimmer und haben uns noch lecker ein, zwei Folgen Greys Anatomy angeschaut und geschlafen.

 

Mittwoch, 06.11.2019

Am nächsten Morgen erwachte ich mehr oder weniger mit Nasenbluten… 🤢 das zweite Mal in diesem Urlaub. Wer mich kennt, weiß, das Nasenbluten und ich absolut keine Freunde sind und mir dabei schwindelig und schlecht wird. Wenn es ganz gut läuft, klappe ich auch zusammen. 😰

Joar eine gute halbe Stunde war ich damit beschäftigt, bevor ich dann richtig in den Tag starten konnte 🙈 Nach dem kurzen Zwischenfall haben wir unten am Pool gefrühstückt und uns danach Abfahrbereit gemacht. Heute ging es weiter nach Klein Marrakesh – nach Taroudant. Ungefähr 5 Stunden Autofahrt stand uns bevor, ufff… ganz schön lang! Die Fahrt war aber sehr schön und abwechslungsreich und kam uns letztendlich gar nicht so lange vor.

In Taroudant angekommen, mussten wir erst mal unser Hotel in mitten der Medina suchen. Die Beschreibung war irgendwie nicht ganz so richtig, bzw. sind wir dadurch falsch abgebogen. Aber wir haben es gefunden.💪🏻

Beim einchecken, kam direkt ein Herr des Front Desk Personals mit zu unserem Auto, um uns zu zeigen, wo wir unser Auto über Nacht parken konnten. Ein, zwei Straßen weiter gab es einen Parkplatz, der von einem netten Herr bewacht wurde.  Nach 10 Dirham weniger, ging es zurück zum Hotel.  Wir bezogen unser neues Zimmer, oder eher kleine Suite. Es bestand aus zwei Betten, einem Sofabed und einem Bad. Witzig war, dass unser Bad keine Tür hatte 😂 Das war lediglich von einer Wand etwas abgeschirmt, aber nunja 😂 

Natürlich, wie es sich für die Marokkaner gehört, wurden wir erst einmal auf einen Tee 🍵eingeladen mit marokkanischen Sweets. Die Sweets waren so frittiertes etwas, undefinierbar aber lecker. Die Dame vom Front Desk gab uns eine Map und erklärte uns, was wir machen können mit dem angebrochenen Tag. Aus unseren Reiseunterlagen wussten wir, dass wir bei einem bekannten Restaurant gut essen können, aber reservieren müssten. Wir haben dann unsere Front Desk Menschen gefragt, ob die das für uns erledigen können, da wir ja wissen wie gut das mit dem Englisch klappt hier 😂 Leider war das Restaurant schon ausgebucht und wir dachten uns wir schlendern erst einmal durch die Stadt und suchen uns was.

Also sind wir losgetigert, haben uns die Stadt angesehen und nach Essen gesucht. Uns gefiel Taroudant tatsächlich besser als Marrakesh, denn hier war es nicht so trubelig und es roch nicht so nach Abgasen. Vieeeel angenehmer!!! Etwas zu essen haben wir aber erst einmal nicht gefunden, es gab zwar viele Läden, aber so richtig überzeugt hatte uns keiner der Schuppen 🙈

Als wir über einen großen Platz liefen, sahen wir plötzlich bekannte Gesichter, die in einem Lokal saßen. Und zwar waren es die zwei Leute, die mit uns die Wüstentour gemacht hatten. Was ein Zufall einfach.😊

 

Nebeninfo: Auf unserer Tour waren wir am Anfang mit 7 Dromedaren, die zwei, die wir in Taroudant getroffen haben, waren aber in einem anderen Camp untergebracht als wir. Wir hatten Sie auch erst am nächsten Tag wieder gesehen, als wir an deren Camp vorbei geritten sind. Witzig war natürlich, dass wir Sie nun wiedergetroffen hatten.😊

 

Wir stellten uns kurz zu Ihnen und sagten hallo. Wir fanden es echt super witzig, dass wir uns wiedergetroffen haben. Die beiden sagten uns, dass sie einen Tisch in einem Restaurant außerhalb der Medina reserviert haben. Das war das Restaurant was ebenfalls als zweite Wahl bei uns in den Unterlagen stand. Wir wollten nur dahin nicht fahren, da wir ja unser Auto bereit geparkt hatten. Die beiden boten uns an mit Ihnen zu kommen und so haben wir uns ein Taxi geteilt. Wir haben einen Treffpunkt ausgemacht und gegen 18:30 ging es los. Jaaa man wundere sich, aber wir haben mal etwas später zu Abend gegessen 😂 Das hat aber alles gut geklappt und das Restaurant war richtig, richtig, richtig lecker! Wir haben quasi alle das gleiche gegessen und zwar Nudeln, aber die waren echt klasse- meeega lecker!🍝 Wir saßen letztendlich mit den Bekannten (Holländern) zusammen an einem Tisch und haben uns köstlich amüsiert und unterhalten.

Donnerstag, 07.11.2019

 

Am nächsten Tag hieß es schon wieder „Goodbye Taroudant“, denn unser nächster Stop wartete bereits auf uns –  Essaouira.  Bevor wir aber starteten, haben wir unsere Zeit in Taroudant mit einem tollen Frühstück abgeschlossen.

 

In Essouira verbringen wir wie in Marrakesh auch zwei Nächte. Auch mal schön, nicht jeden Tag die Koffer bzw. Backpacks packen zu müssen. Essaouira liegt an der Küste, so konnten wir etwas Meeresluft schnuppern. Die Fahrt war auch eine etwas längere, denn es dauerte circa 4 Stunden. Tatsächlich war das eine unsere spannendsten Fahrten. Denn wir hatten 3 mal Kontakt mit der Polizei 😬👮🏽‍♂️

 

Nebeninfo: Wir wurden bereits einmal schon von der Polizei angehalten, ich meine das war auf dem Weg nach Zagora. Hier sind wir an einer T- Kreuzung über ein Stoppschild gefahren, aber das haben wir wirklich absolut nicht gesehen. Wir haben den Officer stehen sehen, so sind wir schon langsamer gefahren, aber das Stoppschild stand rechts unten am Straßenrand. Es sah auch nicht so wie unser Stopp- Schild aus, denn es war lediglich ein runder, weiß gefüllter Kreis, in dem mit weißen, durchsichtigen Punkten Stopp geschrieben war. Ja wie soll man das denn sehen??? Der Polizist hatte uns somit angehalten und wir waren uns keiner Schuld bewusst. Dadurch, dass auch er nicht so bombastisch englisch sprach, dauerte es erst mal bis wir wussten was wir falsch gemacht haben. Eigentlich hätten wir auch dafür zahlen müssen, aber ich glaube wir hatten da den „zwei-Blondi-Bonus“ – denn der Polizist hat uns letzten Endes einfach fahren lassen -puuuuh, lucky us! 😅

Unser erster Kontakt oder besser gesagt, zweiter Kontakt mit der Polizei, war dann wie bereits erwähnt auf dem Weg nach Essaouira. Tatsächlich sind wir einfach zu schnell gefahren. Es war 80 anscheinend ausgeschildert und wir waren bei 99 🙆🏼‍♀️🙈Da wurden wir tatsächlich einfach mal geblitzt. Uns war aber auch nicht klar, dass wir zu schnell waren, denn wir hatten das 80 Schild nicht gesehen. Generell waren wir oft verwirrt. Denn manchmal hieß es 80 dann war es durchgestrichen und plötzlich kam ein Schild mit 60 was durchgestrichen war. Das soll man erst mal verstehen. 😂 Naja auf jeden Fall wurden wir angehalten und durften lässige 150 Dirham  (15 Euro) bezahlen. Glücklicherweise hatten wir noch so viel Bargeld, denn sonst hätten wir unsere Führerscheine abgeben müssen 😬 Nach dem kurzen Zwischenfall ging die Fahrt weiter und wir wurden zwei weitere  Male angehalten. Aber ganz ehrlich, dass war einfach nur lächerlich. Denn wir sind davon überzeugt, dass wir nur angehalten wurden, weil entweder die Polizisten miteinander kommuniziert hatten oder die gesehen haben, dass zwei Blondis in einem Auto sitzen. Weil die haben sich lediglich nur mit uns unterhalten. Wir fanden das aber eher nervig und unnötig, denn wir standen etwas unter Zeitdruck.

Um 16:00 Uhr haben wir uns mit dem Mietwagenmenschen in Essaouira verabredet und es war nicht mehr viel Zeit. Aber wir haben es geschafft, zumindest rechtzeitig anzukommen. In unseren Unterlagen war beschrieben, wie wir die Abgabestation finden, aber irgendwie dachten wir es wäre einfacher. Der Typ von dem Parkplatz machte Palaver und wollte dass wir zahlen und ich habe zu ihm gesagt, dass wir den Wagen nur abgeben und ich sicher hier jetzt nicht zahle. Irgendwann haben wir dann den Mietwagenmenschen gesehen, der uns auch am Anfang der Reise den Mietwagen übergeben hatte und alles hatte sich geklärt. Er war sogar so freundlich uns zum Eingang der Medina von Essaouira zu fahren (waren nur wenige Meter) und den Rest konnte man gut laufen.

Unser Hotel war auch nur wenige Minuten von dem Parkplatz, an dem uns der Mietwagenmensch rausgeschmissen, hatte entfernt. Mitten in der Medina an einer der Hauptstraßen lag es auch schon. Unscheinbar und trotz der Straße sehr ruhig. Richtig süßes Hotel. 

Ach übrigens, habe ich schon erwähnt, dass unser Hotel auch ein Spa Bereich hat 😏😏😏 Das wollten Muriel und ich uns  auch nicht entgehen lassen und haben direkt mal für jeden eine Stunde Hamman und eine Rückenmassage gebucht. Manchmal muss man sich ja mal was gönnen! Für den restlichen Tag sind wir etwas durch Essaouira geschlendert, zum Strand gegangen und haben dort auf einer Mauer etwas die Sonne genossen.☀️

Um Punkt 18:00 Uhr stiefelten wir in das italienische Restaurant, denn wir wollten mal was anderes als Tagine essen 😅 Da wir – typisch wie die deutschen eben sind – absolut überpünktlich waren, waren wir natürlich die einzigen in dem Lokal. Aber daran hatten wir uns ja jetzt schon gewöhnt. Das essen war suuuuuper lecker! Es gab Bruschetta als Vorspeise und dann Spagetti Cabonara 😍😍 In dem Restaurant gab es auch noch Live Musik. Echt guter Schuppen.  Unsere restliche Abendgestaltung sah natürlich wieder so aus, schnell Bettfertig gemacht, Grey’s angeschmissen und schlafi schlafi! 😴

Freitag, 08.11.2019

 

Heute hatten wir einen vollen Tag in Essaouira. Zuerst starteten wir den Tag mit einem ausgiebigem Frühstrück auf der Terrasse des Hotels. Die ersten Sonnenstrahlen begrüßten uns. Wir haben es ganz gemütlich angehen lassen, denn um 10 Uhr hatte Muriel eine Stunde Spa-Spaß. Ich habe in der Zeit im Bett gelegen und weiter Grey’s geschaut. So kann man es sich durchaus leben lassen 😊 Mein Spa Termin war erst Mittags um 15 Uhr, daher haben wir die Zeit genutzt nochmal in die City zu gehen. Dort haben wir zum Mittagessen in so einer fancy Bar ein Smoothie und Waffeln 🥞gegessen. Das war sehr lecker!

Danach sind wir noch zu einem Aussichtspunkt gelaufen, von dem man eine schöne Sicht auf das Wasser hatte. Allerdings war es suuuuper windig, sodass wir da oben nicht lange verweilen wollten. Wir dachten uns dann, wir setzten uns nochmal schön an den Strand. Dort war es schön warm und man konnte das schöne Wetter und die Sonne genießen!☀️🇲🇦 Nun war ich an der Reihe… und hach was soll ich sagen? Es war sehr schön und entspannend. Erst wird man in das Hamman gebeten und man liegt dann erst einmal auf einer erwärmten Bank in dem erwärmten Raum. Dann wird man mit so einem Peelingzeug eingerieben und dann wird alles mit warmen Wasser wieder abspült. Man ist ungefähr eine halbe Stunde in dem Raum. Danach wechselt man das Zimmer und liegt sich auf die Massageliege und dann geht es richtig los. Im Prinzip hatte ich neben der Rückmassage auch noch eine Ober- & Unterschenkel Massage. Ich kann sagen, das war schon nett! 😍

Unser Abendprogramm war relativ unspannend. Wir sind zum nächsten Italiener gegangen, der ebenfalls eine Empfehlung aus unsern Unterlagen war. Tatsächlich war dieses Restaurant vom Ambiente ganz anders als der Italiener am Vorabend. Aber auch hier war das essen sehr lecker. Hier verweilten wir allerdings nicht so lange und sind recht schnell zurück zum Hotel.

Samstag, 09.11.2019

Nach unserem Frühstück auf der Terrasse haben wir alle Utensilien wieder zusammengepackt und sind zum Busbahnhof gelaufen. Unseren Mietwagen hatten wir ja schon abgegeben, daher haben wir den Weg von Essaouira zurück nach Marrakesh mit dem Bus zurückgelegt.  Circa 3 Stunden waren wir unterwegs. Muriel und ich hatten auch eher einen Linienbus erwartete, aber es war tatsächlich ein Reisebus mit dem wir gefahren sind. Einmal haben wir kurz eine Pippi Pause eingelegt und dann waren wir auch schon da. Von der Busstation sind wir dann mit dem Taxi zurück in unser Hotel, in dem wir schon am Anfang unserer Reise übernachtet hatten.

Abends sind wir noch mal durch Marrakesh City getigert und haben in einem Restaurant oben auf der Terrasse zu Abend gegessen. Das Restaurant haben wir über Google & Trip Adviser gefunden. Die Aussicht war super, denn wir konnten den Sonnenuntergang schauen und Marrakesh von oben begutachten. Dadurch, dass wir ja immer so früh es Bett gegangen  sind die letzten Tage, sind wir auch heute wieder sehr früh  Abendessen gegangen  😂

Blöd daran war nur, dass wir nur Pizza essen konnten, da die andere Speisekarte erst ab 19:00 oder 20:00 Uhr galt 🤦🏼‍♀️ Aber nun gut, egal! Wir haben die letzten zwei Tage ja nicht italienisch gegessen, da war das ok 😂😂🙈

Es war trotz alledem ein schöner, gemütlicher Abend!

Am nächsten Tag ging es auch schon wieder zurück nach Deutschland. Unsere Marokko Reise nahm ein Ende. Da unser Flieger erst gegen Abend startete, haben wir die letzten Sonnenstunden auf der Terrasse in vollen Zügen ausgenutzt, bevor wir uns gegen 16:00 Uhr zum Flughafen fahren ließen.

Es war wirklich ein ganz toller Urlaub – see you next time! 👋🏻🇲🇦☀️

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