Der Countdown läuft, nur noch wenige Stunden bis ich wieder ins Flugzeug steige.  Mein nächstes Abenteuer wartet bereits wieder auf mich!✈️

 

Dieses Mal ging es nach Calgary, Alberta. Mit dem Zug ging es ab Düsseldorf wieder einmal nach Frankfurt zum Flughafen. Netterweise nahm mich Basti mit dem Auto bis nach Düsseldorf, sodass ich mir diese Zugfahrt sparen konnte -Lucky me! 😊Um 17:25 Uhr war es dann auch soweit, unser Flugzeug startete Richtung Calgary. Um ca. 20:00 Uhr kanadischer Zeit kam ich an. Die Einreise war tatsächlich ziemlich easy, ich hatte gedacht, dadurch dass ich ja vor zwei Wochen erst in Kanada war, dass es Probleme geben wird. Aber nein, ich wurde direkt durchgewunken – zum Glück 😂 Schnell habe ich meinen Backpack vom Gepäckband abgeholt und bin zur Mietwagenflotte von Alamo geflitzt. Ein kurzer Tausch – Voucher gegen Auto – und los ging die Fahrt Richtung Calgary City, zu Eilish. Eilish ist eine Freundin, die ich vor zwei Jahren – während meines Auslandaufenthaltes beim Arbeiten in Lake Louise -kennengelernt haben. 

Sie wohnt seit längerem jetzt schon in Calgary. Da Eilish mir versehentlich die falsche Adresse gegeben hatte, dauert es etwas bis ich sie gefunden hatte, aber es hat letztendlich geklappt. Es war super cool Eilish nach zwei Jahren wieder zu sehen. Wir hatten zwar, seitdem ich Lake Louise verlassen, hatte oft miteinander geskypt, aber sich mal wieder so zu sehen ist dann doch eindeutig besser. 😊

 

Natürlich, wie es sich bei Mädels gehört, haben wir die ersten und wichtigen News ausgetauscht und sind relativ früh sogar schlafen gegangen. Durch die Zeitverschiebung und dem 9,5 stündigen Flug war ich schon sehr platt und war froh, als ich meine Augen zu machen konnte. 😂

Saturday 08.06.2019

Am nächsten Morgen war ich allerdings auch schon wieder um 6 Uhr wach –  typisches Jetlag Problem 😂 So gegen neun haben wir uns dann langsam, gemütlich fertig gemacht und sind lecker Frühstücken gegangen, in einem leckeren Restaurant in Calgary Downtown. Für Eilish und mich gab es einen Bagel mit Avocado, Beans, Onions und gebratene Kartoffeln on top. mhhhhh… das war vielleicht lecker.

 

Gegen Nachmittag habe ich mich dann auf den Weg nach Lake Louise gemacht, eine circa zweistündige Autofahrt stand mir bevor. Das bedeutete erst einmal „Tschüss“ sagen zu Eilish, aber zum Glück war das nur für eine kurze Zeit, denn sie wird einen Tag später nach Banff kommen.

 

Schon nach kurzer Zeit, nachdem ich Calgary City verlassen hatte, hießen die Rockies mich schon willkommen. Schon vom weiten konnte man die tolle Berglandschaft begutachten. Tatsächlich überkamen mich für einen kurzen Moment meine Gefühle. Sogar kleine Tränen kullerten aus meinen Augen, Freudentränen versteht sich. 🥺Ich konnte es einfach nicht glauben, auf dem Weg in die Rockies zu sein. Nach zwei Jahren wieder in den Ort zu fahren, der für über 4 Monate mein Zuhause 🏡war. Ich hätte mir vor zwei Jahren niemals erträumen lassen, dass ich so schnell wieder zurück sein würde. Es war einfach absolut nicht greifbar für mich. Es war eine absolute Traumautofahrt bis nach Lake Louise, alles war so familiär, so heimisch. Ich fühlte mich direkt wieder pudelwohl. Auf dem „Welcome to Lake Louise“ Schild stand in Gedanken für mich „ Welcome Home“ drauf – vielleicht denkt man jetzt wie kitschig, aber so war es für mich.

Nachdem ich in Lake Louise ankam, fuhr ich auch direkt hoch zur Deer Lodge, meinem alten Arbeitgeber. Die Fahrt war auch ein absoluter ‚Throwback‘. Diesen Weg bin ich für 4 Monate mindestens 2 mal am Tag gefahren. Für einen kurzen Moment hatte ich sogar das Gefühl, wirklich wieder zur Arbeit zu fahren, mit dem Unterschied, dass ich nicht wie vor zwei Jahren in dem Shuttle saß. Je näher ich der Deer Lodge kam, desto nervöser wurde ich – warum auch immer. Ich parkte an dem altbekannten Spot, der nur für Staff Member ausgeschrieben war. Theoretisch hätte ich dort nicht parken dürfen, aber praktisch gesehen dachte ich mir, wieso eigentlich nicht. Schließlich war ich ja einmal Staff. Es war ein komisches Gefühl wieder vor dem Eingang der Deer Lodge zu stehen. Gleichzeitig habe ich mich aber auch riesig gefreut, denn ich wusste ich werde Karlie jetzt gleich wiedersehen. Meine Nervosität stieg immer mehr an, sogar meine Hände fingen an zu zittern, ein Gefühl, dass ich gar nicht zu händeln wusste in dem Moment. Als ich die Türen öffnete, kam mir der typische Deer Lodge Geruch entgegen, ein Geruch, der sich in den letzten zwei Jahren nicht verändert hatte 😂

Nachdem ich in Lake Louise ankam, fuhr ich auch direkt hoch zur Deer Lodge, meinem alten Arbeitgeber. Die Fahrt war auch ein absoluter ‚Throwback‘. Diesen Weg bin ich für 4 Monate mindestens 2 mal am Tag gefahren. Für einen kurzen Moment hatte ich sogar das Gefühl, wirklich wieder zur Arbeit zu fahren, mit dem Unterschied, dass ich nicht wie vor zwei Jahren in dem Shuttle saß. Je näher ich der Deer Lodge kam, desto nervöser wurde ich – warum auch immer. Ich parkte an dem altbekannten Spot, der nur für Staff Member ausgeschrieben war. Theoretisch hätte ich dort nicht parken dürfen, aber praktisch gesehen dachte ich mir, wieso eigentlich nicht. Schließlich war ich ja einmal Staff. Es war ein komisches Gefühl wieder vor dem Eingang der Deer Lodge zu stehen. Gleichzeitig habe ich mich aber auch riesig gefreut, denn ich wusste ich werde Karlie jetzt gleich wiedersehen. Meine Nervosität stieg immer mehr an, sogar meine Hände fingen an zu zittern, ein Gefühl, dass ich gar nicht zu händeln wusste in dem Moment. Als ich die Türen öffnete, kam mir der typische Deer Lodge Geruch entgegen, ein Geruch, der sich in den letzten zwei Jahren nicht verändert hatte 😂

Aber man merkt erst wenn man wieder kommt, was für Kleinigkeiten das Gehirn damals gespeichert hat und wieder erkennt. Auch wenn man das während der Zeit überhaupt nicht wahrgenommen hat. Das Aussehen, der Geruch und auch das Leben was sich in der Lobby abgespielt hat, hatte sich einfach nicht verändert. Sogar die Uniform der Housekeeper war die gleiche, was ich total amüsant empfand.

Nunja, als ich eben zur Tür herein kam, war Karlie gerade mit Koffern von Gästen beschäftigt. Sie schaute nur kurz hoch, schaute wieder weg, und schaute mich wieder an. Man konnte richtig sehen, dass sie mich erst nach einem kurzen Nachdenken erkannt hatte. Sie stürmte auf mich los – lies die Koffer der Gäste einfach stehen 😂-  und umarmte mich. Es war so schön sie wieder zu sehen, mein alter Roommate (kurze Nebeninfo: mit Karlie habe ich ca. 3 Wochen zusammen gewohnt, in ihrem Elternhaus, als ich sie besucht habe). Sie konnte auch kurzerhand ihre Shift beenden, sodass wir zusammen zur alten Staff Accommodation gefahren sind. Das war auch wieder ein sehr komisches, aber zugleich heimisches Gefühl. Äußerlich hatte sich die Staff Accom nicht verändert. Lediglich wurden die Schlösser der Türen gegen kleine Maschinen mit Codes ersetzt und die Couchmöbel ausgetauscht. Alles andere war wie vor zwei Jahren. Das Leben vor Ort hatte sich laut Karlie allerdings verändert. Es wird wohl nicht mehr so viel Party gemacht wie vor zwei Jahren, auch die Common Area wird nicht so viel genutzt wie damals. Aber gut, andere Leute, anderes Verhalten. Für die Nacht von Samstag auf Sonntag hatte ich eigentlich ein Zimmer im Lake Louise Hostel reserviert, welches ich dann doch noch abgesagt hatte. Karlie und ich haben uns für ein Sleepover entschieden. Um meinen Schlafplatz einzurichten, haben wir in einer anderen Unit (die Staff Accom besteht aus 8 Units für 4-5 Personen) eine Matratze geklaut und es für mich gemütlich gemacht. Bevor es aber Schlafenszeit war, sind Karlie und ich noch im Lake Louise Hostel etwas essen gegangen, um so erstmal alle News auszutauschen. Ins Bett ging es allerdings auch recht früh, denn Karlie als auch ich waren super müde und ich hatte für den nächsten Tag viel vor.

Sunday, 09.06.2019

 

Um 6:45 am klingelte auch schon wieder der Wecker, schwupp die wupp und raus aus den Federn. Denn Karlie und ich machten uns auf den Weg zum Moraine Lake. Mein favourite Lake wollte ich mir natürlich nochmal anschauen, wenn ich schon wieder in der Heimat bin. Damit man auch noch etwas die Ruhe vor dem Sturm genießen kann, saßen wir zwei auch schon um 7:30 Uhr morgens am Moraine Lake. Nach ein paar Bildchen von uns beiden, machte Karlie sich wieder auf den Weg zur Deer Lodge, denn ihr stand die nächst Schicht bevor.

 

Ich verweilte noch ein bisschen am Lake und habe die Ruhe und wunderschöne Aussicht genossen. Ich hatte sogar kurz Glück, denn die Sonne kam für einen Moment raus. Die Sonne schien auf einen kleinen Teil des Lakes, sodass man auf der einen Hälfte die tolle türkise Farbe des Lakes sehen konnte und im hinteren Teil die normale Farbe des Wassers. Ein toller Moment, beides in einem zu sehen! Hach, ich liebe es einfach dort zu sitzen! 😊

Um zwölf Uhr hatte ich mich mit Eilish in Banff verabredet. Da ich noch viel Zeit hatte bis es soweit war, bin ich nochmal zum Lake Louise gefahren. (ich war am Vortag auch schon da, habe das nur vorhin vergessen zu erwähnen) Hier war es auch wesentlich wärmer als am Moraine Lake. Am Moraine Lake waren es am Morgen 2 Grad, ganz schön frisch für Juni, wie ich finde. Da der Lake Louise nicht so hoch liegt wie der Moraine Lake war es hier einige Grad wärmer und angenehmer. Hinzu kam, dass die Sonne sich mehr zeigte als zuvor am Moraine Lake. So habe ich mich an das Wasser auf die Steine gesetzt und die Sonne genossen. Je später es wurde, desto mehr Menschen kamen auch zum Lake und umso spannender wurde es für mich. Menschen beobachten gehört zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. 😂 Ich saß so lange am Lake bis sich mein Magen zu Wort gemeldet hatte, um mir zu sagen, dass ich doch mal frühstücken sollte.

 Mittlerweile war es auch schon so 10:00 Uhr und ich machte mich auf den Weg zurück zu meinem Wägelchen. In Lake Louise selbst, gibt es im Ort nicht viel, wo man etwas zu Essen finden kann. Also für ich schon mal nach Banff. Ich habe noch kurz meine Sachen in der Staff Accom eingesammelt und los ging es.

 

In Banff stoppte ich, wo auch sonst, bei Tim Hortons und hatte mir auf der Fahrt nach Banff überlegt, ich könnte ja gut am Two Jack Lake frühstücken. Gesagt, getan. So habe ich ganz gemütlich meinen Bagel am Two Jack Lake gemümmelt und auch der Cappuccino hat mir sehr gemundet – wie meine Oma immer sagt 😂 Meine Frühstücksaussicht war übrigens eine kleine Insel aus Bäumen im Hintergrund ein Berg, der sich im Wasser spiegelte. Wie ihr vielleicht schon wissen könntet, ich liebe es wenn sich etwas im Wasser spiegelt, auch wenn es nur ein Grashalm wäre 😂😍- perfekte Aussicht also für mich! (tatsächlich sieht man es auf den Bildern nicht so gut)

 

Um 12:00 Uhr Mittag, habe ich mich dann an der Gondola in Banff, am Sulphur Mountain, wieder mit Eilish und Freunden von ihr getroffen. Wir hatten überlegt den Sulphur Mountain zu bewandern. Vor zwei Jahren war ich bereits schon mal da, der Unterschied war nur, dass ich damals die Gondola hoch & runter genommen hatte. Dieses mal hieß es aber 1 1/2 Stunden bergauf und dann 1 Stunde wieder bergab.

 

Obwohl der Hike immer wieder recht steil hoch ging und es dadurch recht anstrengend war – da hat man dann auch gemerkt, man könnte vielleicht doch wieder häufiger ins Fitti gehen – hat sich die Anstrengung und das Schwitzen gelohnt.

Vom Sulphur Mountain hat man eine beeindruckende Aussicht auf Banff. Wir hatten so tolles Wetter, dass man sogar bis zu meinen Frühstücksspot, den Two Jack Lake, schauen konnte.

 

Neben dem Two Jack Lake konnte man auch den Lake Minnewanka, Tunnel Mountain, das Fairmont in Banff und sogar die Banff Avenue sehen. Wirklich ein ganz toller Ausblick! Das muss man mal gesehen haben! 😍📷 Nicht nur viele Touristen tummelten sich hier oben, sondern auch Bergziegen mochten anscheinend die Aussicht, die Menschen und das rüselige. Sie ließen sich von nichts und niemanden aus der Ruhe bringen und beschäftigten sich einzig und allein mit dem Fressen.

 

Wir hatten eigentlich gehofft, da wir ja den Berg hochgewandert sind, dass wir kostenfrei mit der Gondola runterfahren dürfen. Aber Fehlanzeige, das ging nur gegen eine Gebühr, sodass wir uns dagegen entschieden haben. So gegen 5:00/5:30 Uhr erreichten wir wieder unseren Startpunkt.

 

Um den tollen Tag noch einmal abschließen zu können, entschieden wir uns noch zusammen Abendessen zu gehen, beim Mexikaner in Banff. Hmmmm… Quesedillas, Corona/Margarita. Was will man mehr? 🌮🥂Kyle, Cole und seine Freundin verabschiedeten wir dann nach unserem gemeinsamen Dinner und Eilish und ich checkten in unser Hostel – das Banff International Hostel, an der Banff Avenue ein. Kurz frisch gemacht, umgezogen und los ging es zu einem Pub. Unser eigentlicher Plan war zusammen in Banff feiern zu gehen. Vor zwei Jahren habe ich es tatsächlich nie geschafft mal in Banff feiern zu gehen, da dachte ich mir, jetzt oder nie 😂 Tatsächlich blieb es bei dem „nie“, denn wir haben nur ein leckeres Bierchen noch getrunken und dann ging es ab in die Poofe 😂 Eilish und ich waren einfach viel zu kaputt 🙈

Monday, 10.06.19 – Wednesday 12.06.19

 

Den nächsten morgen haben Eilish und ich ganz gemütlich gestartet. Alles einmal zusammen gepackt, fertig gemacht und alles im Auto verstaut. Aber first things first  ☝🏼 – erst einmal haben wir uns einen leckeren Kaffee ☕️in einem Café in Banff gekauft. Danach haben wir die Banff Avenue unsicher gemacht und sind von Gift shop zu Gift shop – obviously just because of me. Ich war auf jeden Fall erfolgreich und habe eine neue Cap, eine Jacke und Postkarten ergattert.

Bevor ich mich aber auf den Weg nach Cranbrook gemacht habe, sind wir beide nochmal zum Two Jack Lake gefahren und haben dort noch ein bisschen zusammen gesessen und gequatscht. Gegen 2:00 Uhr fuhr ich nochmal Richtung Lake Louise, denn ich hatte Karlie versprochen ich sage noch einmal Tschüss. Zudem wollte ich auch nochmal ins Lake Louise Village um mir einen Lake Louise Hoodie zu kaufen, welchen ich mir schon vor zwei Jahren kaufen wollte.

Nun stand eine ca. 3 stündige Autofahrt bevor, Cranbrook hieß das Ziel. Über den Kootenay Nationalpark, Radium Hot Springs und Fort Steele führte mich die Reise. Es war eine ganz wunderbare Fahrt. Alles kam mir wieder bekannt vor und ich erinnerte mich an die Spots, an denen ich damals mit Christa gehalten habe, als sie mich vor zwei Jahren in Lake Louise abgeholt hat (siehe links das Bild – hier stand ich vor 2 Jahren mit Christa zusammen, das ist die Grenze von British Columbia und Alberta) Erschreckend fand ich jedoch, das Resultat der ganzen Waldbrände. Damals waren da auch schon einige Flächen bereits durch die Waldbrände zerstört, aber ich hatte es nicht so extrem in Erinnerung. Heftig, einfach nur heftig. Ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass es  aber auch sehr interessant ist zu sehen, welche Schäden ein solcher Waldbrand anstellen kann. Mehrere Hektar des Waldes bestehen einfach nur noch aus dem Stämmen der Bäume, ohne jegliche Blätter und grün. An den Bäumen, die direkt an der Straße waren, konnte man erkennen, dass die Stämme und der Boden noch schwarz von dem Russ waren. Manchmal hatte man das Gefühl, man befinde sich im Herbst, anstelle im angehenden Sommer. So sahen die Farben der Wälder aus, blätterlos, braun wie im Herbst. Es dauert einfach Jahre bis sich ein Wald wieder davon erholt. Nunja. Trotz allem, war es eine schöne Fahrt.

Kurz vor den Radium Hot Springs habe ich 3  Grizzly Bären auf einmal gesehen. Ja genau, richtig gelesen! 3 Stück! 🐻👀Leider konnte ich nicht anhalten, denn genau auf diesem Stück gab es keine Möglichkeit zu halten und es war zudem auch noch verboten anzuhalten. Schade natürlich, denn so ist es schwer zu glauben, dass ich sie wirklich gesehen habe. Ein Foto von drei Grizzlys zusammen wäre natürlich auch schön gewesen. Aber so ist das nun mal. Wenn man ehrlich ist, zählt einfach das Erlebnis – denn das war einzigartig. Die drei kamen gerade aus dem Wald, braunes Fell, den typischen Buckel am Rücken und wenn ich es richtig gesehen habe, war am Rücken das Fell an einer Stelle etwas heller. Einer der drei hat sogar einmal seine Zunge um den Mund geleckt. Bestimmt hatte er zuvor etwas zu fressen.

Nicht nur das war ein Erlebnis, sogar auf dem Weg von Banff nach Lake Louise habe ich drei Elks gesehen, die am Straßenrand das Gras gefressen haben. Vom weiten konnte ich nur den Poppes sehen, aber das mich drei erwarten, damit hatte ich nicht gerechnet. Auch hier konnte ich kein Foto machen, ich war zu schnell und anhalten/umdrehen ging nicht. Eines der Elks schaute sogar hoch und mich an, als ich vorbei fuhr. Manchmal ist es auch nicht schlimm, wenn man nicht alles auf der Kamera hat. Solche Erinnerungen bleiben einem auch so im Kopf und man kann oft die Dinge, die man gesehen hat, gar nicht auf einem Foto wiedergeben. Man ärgert sich vielleicht in dem Moment, aber andersrum, dieses Erlebnis kann einem keinen mehr nehmen und sowas in echt zu erleben hat doch viel mehr als ein Foto 😊

 

Gegen Abend, so 7:00 Uhr erreichte ich nun Cranbrook und fand nach ein paar Minuten auch das neue zu Hause von Christa und Alfred. Die beiden habe ich bereits vor zwei Jahren in Ta ta Creek besucht.  Mittlerweile haben sie ihre Ranch verkauft und sich ein Haus in einer Community gekauft. Ich war mehr als gespannt, wie sie nun leben. 

 

Eine kleine Randinfo: Christa und Alfred haben vorher auf einer Ranch gelebt, die ziemlich ab vom Schuss war. Der Briefkasten der beiden war damals 10km vom Haus entfernt und weit und breit war kein Nachbar zu sehen. Die Ranch lag am Stoney Lake und umringt von einem Wald. Sie hatten neben Ihrem Haus noch eine Cabin auf Ihrem Gelände, die Sie vermietet haben nach Bedarf. Zwei Hunde und einige Ziegen lebten mit den beiden auf der Ranch.

Christa und Alfred hatten sich im letzten Jahr (oder war es doch schon Ende 2017 ? 🤔) dazu entschieden die Ranch zu verkaufen, da es auf Dauer zu viel Arbeit ist und die beiden nunmal auch nicht jünger werden. Nach etwas Sucherei haben Sie das Haus in der Community gefunden. In dieser Community gibt es 85 Häuser, eins davon gehört nun den beiden. Ein wirklich tolles Grundstück mit Garage und einem kleinen Garten. Die Häuser liegen sehr nah beieinander und sie können von Ihrem Garten auch in den Garten der Nachbar schauen. Durch einen extra angelegten Fluss, werden die Grundstücke gegenüber voneinander getrennt. Ich muss sagen, obwohl man sich sehr nah ist, hat man trotzdem seine Privatsphäre und es ist wirklich schön alles angelegt dort.

Der Vorteil durch diese Community ist, dass dort nur Leute ab einem Alter von 55 Jahren wohnen, somit ungefähr gleichaltrig und es wird sogar der Garten für einen gemacht. Wöchentlich/monatlich gibt es dann kleine Events, woran die Community Member dran teilnehmen können.Auf jeden Fall hat es mich riesig gefreut die beiden wiederzusehen. Es ist zwar keine zwei Jahre her, aber ein Jahr, dass wir uns nicht mehr gesehen haben. Das letzte mal war in Wiechs (bei meinem Papa. Christa’s Vater wohnt nämlich auch dort und die beiden haben ihn für ein paar Wochen in Deutschland besucht). 

Die beiden haben es sich richtig schön gemütlich eingerichtet und sie fühlen sich pudelwohl.

Zunächst haben wir erst einmal zu Abend gegessen und mit einem Bierchen auf das Wiedersehen angestoßen. Ich war dieses mal nur kurz bei den beiden, nicht wie damals fast zwei Wochen. Dieses mal waren es nur zwei Nächte, aber die Tage waren super!  Es gab mal wieder super leckeres Essen, wir haben viel gequatscht und ich habe manchmal einfach nur im Garten gesessen und die Aussicht genossen.

Am ersten Tag haben wir den Geburtstag von einer Freundin der beiden gefeiert. Alfred & Christa hatten Sie zum Essen eingeladen. Es gab ein leckeres Mittagessen und sogar noch Kuchen als Nachtisch. Abends haben wir nur noch eine Kleinigkeit gegessen und zusammen Karten gespielt.

Für den zweiten Tag war ein kurzes Treffen mit einem Bekannten aus Hartefeld geplant, ja genau aus Hartefeld. Kaum zu glauben, aber die Welt ist wirklich sooo klein. Für circa zwei Stunden haben wir uns auf einen „Kaffee“ getroffen und gequatscht. Gegen Nachmittag haben ich mit Christa & Alfred Jirina zu Hause besucht. Sie hatte am Vortag erzählt wie sie wohnt und mich quasi eingeladen einmal vorbeizuschauen. Sie wohnt etwas außerhalb von Cranbrook, aber super super schön. Mit den Blick auf die Rockies! Dort ist eine Ruhe – wow! Echt schön und entspannend! 😍

 

Thursday 13.06.2019

 

An meinem Abreisetag haben wir noch einen Freund von Christa und Alfred besucht, der ein Hotel in Cranbrook betreibt. George zeigte mir die Elisabeth Lodge und ließ mich sogar einmal kurz einen Blick in die Zimmer werfen. Eine sehr schöne Anlage mit einer Minigolf Feld. Die Zimmer sind wirklich ordentlich und sauber und es wird hier auf das Detail geachtet. Das Hotel ist bemalt von einer Künstlerin, die unter anderem ein Gemälde von der Landschaft darstellt. George betonte auch extra die tollen Matratzen die sie haben – sie kommen aus England. 😋

Danach ging es wieder auf die Piste, zurück nach Calgary, denn mein Inlandsflug nach Halifax stand auf dem Plan für den heutigen Tag. Dieses mal bin ich einen anderen Weg gefahren und vom Süden nach Calgary über Fernie, Frank und so weiter gefahren. In Frank habe ich an der Frank Slide – Bergsturz vom Turtle Mountain gehalten. Erstaunlich was man dort zusehen bekommt.

Im Jahre 1903 lösten sich mehr als 80 Millionen Tonnen Gestein von dem Frank Mountain, sodass mehr oder weniger der ganze Ort zerstört wurde. Die Häuser der Menschen, waren eher außerhalb gelegen, jedoch wurde viele Menschen verletzt und  Häuser zerstört. Der Fluss und die Straße waren sogar vom Gestein bedeckt. Heute kann man am Berg sehr gut erkennen, wo der Abrutsch angefangen hat und man sieht immer noch genau wo die Steinlawine überall Steine verteilt hatte. Es wurde alles genau so beibehalten, bis auf, dass die Straßen freigeräumt wurde. 

 

Faszinierend wie weit die Steine gerutscht sind, mit was einer Gewalt, Lautstärke und Geschwindigkeit muss das passiert sein! 🤔😳 Durch die schlechte Struktur des Berges und durch die Erdbewegungen ereignete sich diese Steinlawine – soweit meine Theorie 😅 Das war sehr interessant zu sehen und ein Stopp wert.

 

Weiter ging es über den Highway 2 Richtung Head Bumped jumped … hier bin ich tatsächlich nur dran vorbei gefahren. Bezahlen und länger verweilen wollte ich nicht und hätte zeitlich auch nicht gepasst. Die Landschaft hatte sich bereits von der Berglandschaft zum angehenden Flachland verändert. Die Windräder erinnerten mich an Geldern, Hartefeld – sah aus wie zu Hause! 😂 Erst als ich mich Calgary näherte kamen wieder die Rockies zum Vorschein. Spontan habe ich mich noch bei Eilish gemeldet und wir sind noch schnell was zusammen essen gegangen, bevor ich weiter zum Flughafen musste. Wir waren lecker Vietnamesisch essen.

 

Danach fuhr ich zum Flughafen nach Calgary und habe meinen Mietwagen abgegeben, bin schnell durch den Securitiy Check und schon saß ich am Gate. Kaum zu glauben, dass die erste Woche vorbei war! Das ging viel zu schnell! 🥺Kaum zu glauben, dass meine Zeit „zu Hause“ schon vorbei war, eine Woche ist einfach so kurz. Aber es war sooo unendlich schön, wirklich toll wieder vor Ort gewesen zu sein, zu sehen wie Christa & Alfred nun wohnen und einfach die Aussicht der Rockies zu genießen! 

 

Ein kurzer FUN FACT: Als ich am Flughafen am Gate saß, lief ich an einer Bar vorbei, an der sich viele Leute tummelten. Ich hatte mir nicht wirklich was dabei gedacht, denn im Grunde interessiert es mich ja nicht, was andere Leute am Flughafen machen. Anscheinend haben die Leute Fernsehen geschaut. Es stellte sich für mich nämlich nach einiger Zeit heraus, dass alle an der Bar das Basketballspiel im Fernsehen verfolgt haben. Es hat Toronto gespielt. Toronto war anscheinend das erste mal im Finale und deshalb fieberten alle mit der Mannschaft mit. Ich fand es einfach super cool, dass sich eine kleine Menschenmenge bzw. Fanmenge am Flughafen an einer Bar versammelten hatten und zusammen das Spiel verfolgt hatten. Da ich am Gate saß und keinen Bildschirm vor Augen hatte, wusste ich trotzdem immer Bescheid, wenn was passiert ist. Ab und an konnte man ein Gejubel hören. Super unterhaltsam und verkürzt die Wartezeit 😊

 

Gegen elf Uhr abends ging dann mein Flug über Toronto Richtung Halifax. Ich hatte mir extra Premium Economy im Voraus gebucht, da ich dachte dann ist der Flug über Nacht mit mehr Beinfreiheit bequemer. Aber falsch gedacht! 🙄 Auf dem Flug von Calgary nach Toronto, welcher der längere Flug von beiden war, hatte ich eine ältere Maschine erwischt, in der ich meiner Meinung nach nicht mehr Beinfreiheit hatte. Ich saß in der Reihe vor dem Notausgang, also die Reihe hinter mir hatte aufgrund des Exitplatzes mehr Beinfreiheit. Ich saß zwar in der Premium Economy, aber konnte aufgrund des Exit meinen Sitz nicht so weit nach hinten lehnen, wie gewünscht bzw. gehofft. Somit war der erste Flug super unangenehm und viel schlafen konnte ich nicht.

Auf dem Flug von Toronto nach Halifax war es schon viel besser, hier hatte ich tatsächlich mehr Beinfreiheit und ich konnte den Sitz auch mehr zurück lassen. Hier habe ich etwas mehr Schlaf bekommen, aber fit war ich ganz und gar nicht als ich Nova Scotia’s Boden erreicht hatte. Abeeer, nunja! Kann man nichts machen 🤪 

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